WEITGEDACHT mit Johannes Hofmann
Shownotes
Podcast-Kooperation zwischen Freikirche der STA in der BMV und Theologischer Hochschule Friedensau.
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland: https://bmv.adventisten.de/
Theologische Hochschule Friedensau: https://www.thh-friedensau.de/
Shop Friedensau: https://shop.friedensau.de/
Zu Gast: Johannes Hofmann studiert Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau und leitet das Referat Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Zuvor studierte er Öffentliche Verwaltung und sammelte Erfahrungen im politischen Umfeld.
Darüber sprechen wir: junge Menschen und Politik · Motivation für politisches Engagement · Glaube und Politik · christliche Verantwortung · Gesellschaft mitgestalten · politische Beteiligung · persönliche Überzeugungen · Öffentliche Verwaltung · Politik und Theologie · Verantwortung übernehmen · Gewissen · Krieg und Frieden · Kriegsdienstverweigerung
In dieser Folge erwähnt: – Johannes Hofmanns persönlicher Weg in die Politik – die Frage, warum sich junge Menschen politisch engagieren – christlicher Glaube als Motivation für gesellschaftliche Verantwortung – das Verhältnis von persönlichem Glauben und politischem Handeln – Erfahrungen im politischen Umfeld und in der Öffentlichen Verwaltung – der Wechsel von Politik und Verwaltung hin zum Theologiestudium – die Frage, wie Christinnen und Christen Gesellschaft mitgestalten können – Johannes’ heutige Arbeit im Referat Kriegsdienstverweigerung und Frieden – persönliche Gewissensentscheidungen in Fragen von Krieg und Frieden
WEITGEDACHT ist ein Podcast von Freikirche der STA – BMV und Theologischer Hochschule Friedensau.
Host: Dietmar Päschel Gast: Johannes Hofmann Sprecherin: Annegret Hartlapp Redaktion: Dietmar Päschel Produktionsleitung: Annegret Hartlapp Produktion: Lucas Olschewski, Matheus Volanin
Fragen, Gedanken, Widerspruch? Wir freuen uns, wenn ihr mit uns weiterdenkt:
Annegret Hartlapp | annegret.hartlapp@adventisten.de
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00:00:00: Und ich glaube, dass wir gut beraten werden uns nicht dieser Versuchung hinzugeben das wir vereinfachen.
00:00:07: Stattdessen in einer Klarheit auffassen, dass es quasi diese zwei Pole gibt und dass die Gewissensfindungen gerade zwischen diesen beiden Polen dasteht und dass wir sagen natürlich unterstützt mir das gerade in den Zeiten wo auch vielleicht viel Krieg polarisiert wird Dass wir uns zu diesen Leuten stellen die sagen okay Ich möchte trotz allem Trotz allem Unrecht, was hier passiert.
00:00:31: Und trotz all der Versuchung vielleicht da das selbst in die Hand zu nehmen und auch zu dienen in der Bundeswehr.
00:00:37: Zu sagen wir unterstützen auch diejenigen, die sich für den Frieden
00:00:42: entscheiden.".
00:01:01: Und dazu ist Johannes Hofmann hier im Studium.
00:01:04: Hallo, Johannes!
00:01:04: Schön, dass du da bist.
00:01:06: Danke, dass ich da sein darf.
00:01:08: Sehr gern und was Johannes mit Politik zu tun hat das hören wir jetzt.
00:01:13: Johannes Hofman studiert Theologie an der Theologischen Hochschule Friedensau und leitet seit zwanzig sechsundzwanzig das Referat Kriegsdienstverweigerung und Frieden – Der Freikirche der siebenten Tagsadventisten in Deutschland.
00:01:28: Zuvor studierte er öffentliche Verwaltung und sammelte Erfahrungen an Landesbehörden und im politischen Umfeld.
00:01:35: Heute beschäftigt ihn besonders die Frage, was christliche Friedensethik ganz konkret bedeutet und wie wir mit Gewissensentscheidungen umgehen wenn es um Krieg, Wehrdienst und Verantwortung für unsere Gesellschaft geht.
00:01:48: Johannes, wir haben gerade gehört du hast unglaublich viele Erfahrungen gesammelt in ganz verschiedenen Richtungen.
00:01:55: Hast mehrere Fächer studiert, studierst noch immer und du hast dich politisch engagiert.
00:02:03: Wo gab es in deinem Lebensweg bisher oder diesen Knackpunkt dass du sagst hey ich finde Politik spannend?
00:02:10: Gab's da einen Initialisierungsmoment?
00:02:14: Tatsächlich tatsächlich schon irgendwie.
00:02:16: Also ich muss sagen, dass ich grundsätzlich als Mensch schon immer irgendwie politisch interessiert war.
00:02:24: Ich aber auch lange Zeit in einer, ja ich sag mal Denkweise gefangen war das ich mir gesagt habe Ja es ist ja alles schön und gut und interessant Aber die da oben machen eh das was sie wollen Und ja ich mein klar machen die da ihr Ding und wir weiter Und wir müssen halt das schon irgendwie ausbaden.
00:02:44: Die
00:02:44: klassische Skepsis gegenüber den Eliten?
00:02:46: Genau, genau!
00:02:47: Wie sich das vielleicht auch in Ostdeutschland noch gehört, keine Ahnung... Jedenfalls war für mich der Knackpunkt, dass ich ja persönliche Erfahrungen gemacht habe und zwar an dem Sinne, dass eine Person in meiner Familie getreten ist ein angeheirateter Onkel, derselbe auch politisch aktiver innerhalb einer Partei und dann auch innerhalb einer Kreistagsfraktion im Rostock Und in dem Moment hat es vielleicht irgendwo in meinem Kopf klick gemacht, im Sinne von okay.
00:03:15: Das ist jetzt nicht nur ein abstraktes Feindbild der Politiker, der sich gar nicht für den Menschen interessiert sondern vielleicht ist der Politik auch einen Mensch selbst und das hat mich ja erst mal geöffnet.
00:03:29: Für diese Denkweise habe ich mich mit Parteien auseinandergesetzt bin auch in einer eingetreten und hab dann auch ein FSJ nach einem Abitur gemacht.
00:03:40: Ja, Landtagsfraktion in meinem ... aus meiner Heimat.
00:03:44: Das klingt spannend!
00:03:46: Du bist Mitglied geworden in einer demokratischen Partei?
00:03:49: Wir haben uns im Vorfeld darauf verständigt, dass wir die Partei nicht nennen weil es um das Interesse und das politische Engagement an sich gehen soll, aber wie passiert das?
00:04:00: Was heißt das praktisch wenn man sagt jetzt interessiere ich mich für Politik Was macht man da?
00:04:07: Lies man dann die Politikabteilung in der Zeitung oder geht man jeden Tag auf die Website.
00:04:12: Was heißt das konkret, sich politisch zu engagieren?
00:04:16: Also ganz konkret kann das beginnen, indem man morgens immer Zeitungen liest.
00:04:20: Das ist ein politisches Grundinteresse, was immer da sein kann aber nicht zwangsläufig zur Handlung führen muss.
00:04:26: ja im Gegensatz dazu beginnt politische Aktivität in meinen Augen dort wo man sich auf dieses Parteien-System einlässt im Sinne von man macht sich schlau, was gibt's für Parteien?
00:04:39: Was dafür denkweisen die dahinterstecken.
00:04:43: Das kann man an einzelnen politischen Standpunkten festmachen oder in einer Grundhaltung, die eine Politik gerne vertreten oder eine politische Partei gerne ver treten möchte.
00:04:54: und dem Moment heißt das den Sprung ins kalte Wasser zu machen und zur Veranstaltung zu gehen wo man noch gar keinen kennt Ja, wo man Leute kennenlernt und auch Politiker kennenlernen.
00:05:06: Das
00:05:06: kostet Mut und Überwindung?
00:05:08: Natürlich!
00:05:08: Aber das ist ja immer noch das Leben.
00:05:11: Was kriegst du im Leben ohne dieses Risiko einzugehen?
00:05:14: Wie bist du da reingekommen?
00:05:15: Ist jemand auf dich aufmerksam geworden?
00:05:17: Hat dich jemand eingeladen oder hast Du Dich zu Wort gemeldet in Diskussionen?
00:05:20: wie lief das ab?
00:05:21: Also ich muss sagen es ging erst mal für mich gedanklich mit meinem Onkel los Und dann wurde auf die verschiedenen Angebote aufmerksam Denn die ganzen Parteien haben mir auch Jugendorganisationen Die ja auch ein bisschen jünger, ein bisschen dynamischer sind.
00:05:35: Wo vielleicht auch lockerer der Umgangston herrscht.
00:05:38: Und die haben auch verschiedene Internetseiten wo man Kontaktdaten herausfinden kann.
00:05:45: und dann hab ich damals einfach eine Mail geschrieben.
00:05:47: wurde denn auf verschiedene Sachen eingeladen bin hingegangen habe mich darauf eingelassen mit neuen Leute kennenzulernen mit denen das Gespräch zu kommen wofür die so stehen.
00:05:56: Ich weiß noch ich meine es ist auch keine stringente Entwicklung gewesen Das war jetzt nicht so eine einfach ... wie so flüssig alles.
00:06:05: Ja, das ging los, dass ich erst mal eine Mehr geschrieben hab und die im ... Ich glaub, ich weiß nicht... Die im Zweifel vielleicht gar nicht direkt beantwortet.
00:06:13: wohl hat denn lange gedauert und dann ging es aber Stück für Stück los.
00:06:16: Dann war ich bei ein paar Veranstaltungen Und ich weiß noch da war ich noch relativ jünger als beim ersten Anlauf.
00:06:23: Da war ich glaube ich so, dass mich sechzehn gewesen sein oder so um den Dreh Und ich war einfach kaputt war dann bei ein paar Veranstaltungen, hab mich zurückgezogen ohne dass ich das gemacht habe.
00:06:36: Bis ich wieder neue Initialzündung hatte.
00:06:40: Ein paar Jahre später und denn bin ich auch konsequent öfter zu den Sachen hingegangen, hab die Leute kennengelernt ... Und die Frage ist ja was bedeutet es da politisch aktiv zu sein?
00:06:51: In dem Moment wo man sich selber in Bewegung setzt, bedeutet das zu den Veranstaltungen zu gehen, in diese Gespräche mit hineinzugehen.
00:07:01: Das ist ja auch zurecht.
00:07:03: vorgeworfen wird, dass Politik manchmal eine gewisse Blase ist.
00:07:06: Aber in die Blase kannst du hineintreten und teilen das Diskurses sein.
00:07:11: Und ... Ja!
00:07:13: Für mich war es eine riesengroße Bereicherung.
00:07:16: Weil ich ja auch so jung war, hat sich damals ein Bundestagsabgondete Peter Stein direkt gemeldet, hat den Austausch angeboten.
00:07:23: Und das war auch surreal im Moment.
00:07:26: Wenn man ... Auf einmal dieses Konstrukt, Abgeordneter sein.
00:07:31: Nur Kante aus verschiedensten Medienformen und dann sitzt du auf einmal da
00:07:36: im Gespräch.
00:07:38: Und das ist schon Privileg irgendwo was wir hier haben in unserer Republik.
00:07:44: Wenn du dazu den Veranstaltungen gegangen bist ... Du hast mitgesprochen und mitdiskutiert.
00:07:48: Hast du da den Eindruck gehabt?
00:07:49: Du hast auch Politik mitgestaltet also in irgendeiner Form und sei es nur ein Hauch etwas mit auf den Weg gebracht oder ging es darum, das in dem Gespräch zu rezipieren?
00:08:00: Was an anderer Stelle beschlossen wurde.
00:08:03: Politik ist ja am größten Teil immer ein gewisser Prozess der Meinungsbildung auch innerhalb von Parteien und dass auf ganz lokaler Ebene.
00:08:12: Und dort ist es für die Partei auch immer eine Bereicherung wenn verschiedenste Ansichten aufeinanderschlußen.
00:08:17: Wenn meine damals wahrscheinlich weniger qualifizierte Ansicht drauf geschossen war, war es immer noch einen Blick davon aus der auch notwendig ist für Parteien.
00:08:25: Und das sind auch immer Personen, die Politik gestalten und Politik tragen.
00:08:31: Und je nachdem wo das Interessenfeld der Person liegt ... Ist das ja automatisch eine gewisse Beeinflussung der Politik war innerhalb der lokalen Partei, wo vielleicht gar nicht so viele Menschen aktiv sind.
00:08:45: Einzelne Akteure, die ein gewisses Thema tragen und bespielen im größeren ... Kontext, auch dieses Thema Präsenter machen innerhalb der Partei und damit auch innerhalb der Politik die gefahren wird.
00:08:59: Nun bindet Demokratie wie es auch in der Parteiendemokratie ist ganz viele ein.
00:09:03: du hast gesagt das ist eine Blase aber man kann diese Blase eintringen anders finden Und dann wird gesprochen diskutiert in Cremien auf verschiedenen Ebenen.
00:09:13: Demokratie is ja ein durchlässiger Prozess Aber unwahrscheinlich langwierig weil halt so viele eingebunden werden.
00:09:19: hattest du mit sechzehn und siebzehn, achtzehn nicht das Gefühl, oh!
00:09:23: Das wird ja.
00:09:23: bevor hier etwas zu Ende gedacht wird bin ich schon in Rente.
00:09:27: War dir das mal manchmal zu langsam oder zu zäh?
00:09:30: Und war es dann auch schwer dran zu bleiben?
00:09:33: Also ich muss sagen dass ich als ... Ich bin immer noch sehr jung aber auch als Jugendlicher so begeistert war von dieser Gelegenheit, ich kann mitwirken, ich kan mitgestalten, ich Kan hiermit am Tisch sitzen, auch wenn ich davor gedacht hab dass das quasi die da oben machen unter sich und wir tragen halt das Ergebnis.
00:09:53: Und diese Begeisterung hat das auch ertragen, dass mir bewusst wurde, dass das als Prozesse sind, die lange gehen.
00:10:02: Aber was soll ich sagen?
00:10:04: Mich hat das irgendwie nicht abgeschreckt!
00:10:08: Politik hat ja ganz verschiedene Themenfelder von Sozialpolitik über Finanzpolitik, Außenpolitik ... Bildungspolitik.
00:10:16: gab's da ein Gebiet, das dich besonders interessiert hat?
00:10:20: Also man muss ja sagen ... In dem Moment wo man politisch aktiv wird ist es nicht so dass du gleich einsteigst und in der großen Bundespolitik reden schwingst oder in den Grimmchen unterwegs bist.
00:10:31: Der reizter Politik ist in den meisten Fällen auch, dass du dort in deiner unmittelbaren Heimat bewirken kannst.
00:10:39: Das heißt wenn wir über die Kreisebene sprechen dann wird halt nicht drüber gesprochen.
00:10:42: im Normalfällen Wie sieht's jetzt aus, ja mit Krieg oder anderen Gelegenheiten?
00:10:48: Natürlich redest du drüber.
00:10:49: Aber das wo du wirkst ist halt die lokale Ebene.
00:10:52: und dann sprechen wir über die Frage von Müllalmann am Standhafen.
00:10:56: Dann sprechen wir bei der Frage wie sieht es jetzt aus mit unserem Kraftwerk?
00:11:01: Wie inwiefern nutzen wir die Ressourcen, die wir hier haben?
00:11:03: Wir reden über Baupläne, reden darüber ... Wie geht das mit dem Wohnraum weiter?
00:11:08: Und denn ist das auch breit gefächert, da kann jeder so sein Dein Punkt setzen, wenn Sport und der Sport Platz ist.
00:11:14: Aber es ist die Möglichkeit auch.
00:11:17: Das fällt direkt den Ort, den du Heimat nennst!
00:11:21: Mitzugesteil.
00:11:21: Also
00:11:22: das konkrete Umfeld wird dadurch mitmodelliert durch die eigene Meinung, durch dieses eigene Einbringen in den Debatten.
00:11:28: Das kann ich mir gut vorstellen dass das motiviert und man dann auch spürt auch wenn es nicht eins zu eins ist aber man isst mit dabei ja auch ein Empowerment Man hat auch sieht auf einmal die Möglichkeiten die man selber hat.
00:11:39: das kann ich gut nachvollziehen.
00:11:41: Und so glaube ich dass Demokratie was ganz ganz starkes ist weil es Menschen befähigt und eine Stimme gibt.
00:11:47: Hast du auch Phasen erlebt oder siehst du Bereiche, wo Demokratie verletzlich ist?
00:11:54: Demokratie ... ist verletzlich auf jeden Fall.
00:11:58: Und ich denke, dass wir uns immer wieder bewusst machen müssen ist, dass Demokratie auch immer auf Schultern getragen wird in Sinne von Wir erstreiten und bewirken Demokratie.
00:12:09: wenn ich das mal ganz plastisch darstelle es würde ja zum Teil auch vorgeworfen mit einer gewissen Berechtigung Das Vertrauen in Politiker sinkt.
00:12:18: Und dass da auch vielleicht wahrgenommen wird, dass die Qualität von Politikern nicht mehr das ist, was es früher einmal war.
00:12:25: Vermenkt mit Vorurteilen und ... und früher war alles besser.
00:12:29: Aber nichts zu trotz, ja?
00:12:32: Was ich abgewinnen kann, ist die Frage wie stark sind die Parteien in den Bevölkerungsschichten verbunden?
00:12:40: D.h.,
00:12:41: es ist logisch wenn wir an einen Ort haben wo vielleicht zehn Leute im Kreisverband sind dass denn, ich sag mal der ... Die Selektion.
00:12:51: Dass die besten natürlich aufsteigen und Kandidaten werden geringer ist als wenn früher die Parteistruktur so weit ausgebildet war, dass so viele Leute in den Parteien waren, das dann ganz anderer Druck geherrscht hat, dass jemand überhaupt Kandidat wurde?
00:13:07: Insofern ist es eine Beeinflussung.
00:13:09: Und ist es ne Verletzlichkeit unserer parlamentarischen Demokratie, dass wir sagen In dem Moment, wo die Parteien gar keinen Anker mehr in der Bevölkerung haben ist das ein Angriffspunkt.
00:13:22: Und im Moment ... Ist es vielleicht jetzt auch schon zu weit gegriffen?
00:13:26: Aber ich denke jetzt auch an einen Zitat von einem bekannten Staatsrechtler.
00:13:32: Der hat gesagt, dass die Sikulare freitliche Demokratie über den Staat abhängig von Grundvoraussetzungen, die sie nicht garantieren kann.
00:13:44: Und dazu gehört nun mal, dass eine Grundvoraussetzung ist.
00:13:48: Dass wir Bürger haben die mitgestalten.
00:13:51: Obwohl sie tausend Gründe hätten, Familie und Job
00:13:54: etc.,
00:13:56: ja auch einfach was anderes zu machen!
00:13:57: Ja einerseits das Engagement und auch das Vertrauen in das System also ein Grundvertrauen, dass das wirklich etwas bringt.
00:14:04: Wozu man sich, wofür man sich einsetzt?
00:14:07: Und du hast da nun politische Erfahrungen gesammelt, in denen man neugierig war, dass dich eingebracht hat, daran geblieben bist.
00:14:14: Du hast Verwaltungswissenschaften studiert.
00:14:17: Öffentliche
00:14:18: Verwaltung,
00:14:18: ja.
00:14:20: Und hast dich dann vor zwei Jahren entschieden, Theologie zu studieren?
00:14:24: Das ist ein anderer Bereich der sich da aufgetan hat.
00:14:28: Würdest du sagen, du bist dadurch politischer geworden oder unpolitischer geworden?
00:14:33: Ich muss sagen ich betrachte Politik jetzt wahrscheinlich anders.
00:14:37: Es gehört so weit dazu... dass ich hier in Friedensau nicht mehr so viel parteipolitisch mache, wie ich es vorher in der Heimat gemacht habe.
00:14:47: Weil ich sage okay einfach örtliche Faktoren das ist für mich immer eine gewisse Anstrengung ist auch hier rauszukommen hin wo die Partei sich trifft.
00:14:56: auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen dass ich es genieße einfach nur zu studieren.
00:15:01: und final gehört auch dazu dass die Motivation für mich politisch zu engagieren geringer ist.
00:15:07: wenn ich weiß ich gehe wieder
00:15:10: Ja.
00:15:10: Weil du halt diesen langen Atem brauchst?
00:15:12: Da
00:15:12: ist die Verbundenheit nicht so gewachsen wie in einer eigenen Heimatstadt.
00:15:16: Aber nichtsdestotrotz achte ich jetzt auf politische Themen anders, weil ich ja eine andere Sensibilität entwickelt habe.
00:15:23: Aufgrund meines Umgangs meine Beschäftigung mit verschiedensten theologischen Themen.
00:15:30: Wenn du dich mit theologischem Themen beschäftigst siehst du da Verknüpfungen zur Politik oder Schnittstellen zur Politik?
00:15:39: oder ist Theologie etwas, was vollkommen a-politisch isst?
00:15:43: Ich würd mal so anfangen.
00:15:45: Wir können feststellen ... Oder ich stell jetzt mal einen Raum, vielleicht als These.
00:15:51: Ich sage, der Mensch ist ja nicht im losgelösten Raum.
00:15:55: Der Mensch hat verschiedenste Ansichten über Weltbilder und Menschenbilder.
00:16:01: Und diese werden geformt in meinen Augen durch eine Grundhaltung die der Mensch auch ... sehr stark geprägt wird in meiner Auffassung durch die eigene Religiosität, ob das christlich ist oder eine andere Konfession trägt.
00:16:18: Und im Moment sprechen wir darüber, dass religiöse Grundhaltung auch das Menschenbild beeinflusst und am Ende den Menschen selbst formt.
00:16:28: In der Demokratie ist es nun mal so, dass es nicht der abstrakte Staat ist, sondern einzelne Menschen sind.
00:16:37: Und in dem Moment geht das gar nicht anders, dass wenn Religion im Menschen ist, es auch in der Politik ist und sich gegenseitig beeinflusst.
00:16:47: Beim Wemmel drüber reden, wo kommt es denn überhaupt her?
00:16:51: Dass wir diese Forschelung haben, dass Menschen ja alle auf grundsätzlich auf gleicher Ebene stehen.
00:16:59: Wo kommt es dann her, dass die sagen, Menschen sind einzigartig!
00:17:02: Dann ist das ja nicht Frucht des ... vom Individualismus oder der Moderne, dann ist das etwas was schon lange, lange vorher im Fundament vielleicht unserer Gesellschaft mitentwickelt wurde.
00:17:15: Wenn wir sagen es steht in der Bibel dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist.
00:17:22: Dann isst das etwas, was uns befähigt?
00:17:26: Was sagt ... Das menschliche Leben ist heilig!
00:17:30: Punkt und darf nicht relativiert werden nach dem sozialen Stand, den du hast.
00:17:37: Und dann ist das etwas was uns jetzt vielleicht vertraut hervorkommen weil es von politischen Parteien vereinamt wird aber de facto ... Ist das ein theologischer Standpunkt oder hat eine theologische Wurzel?
00:17:52: In der vorhergehenden Podcast-Folge zum Frage wie wir aus christlicher Perspektive leben wollen mit Bernhard Österreich haben wir darüber gesprochen, dass der christliche Glaube keine reine Privatsache ist sondern auch immer in ein konkretes Miteinander mündelt und von daher auch politische Implikationen hat.
00:18:12: Wenn wird das auf die Theologie anwenden?
00:18:15: Und in den politischen Debatten, die du verfolgst, wo du daran teilnimmst, würdest du dir da ganz persönlich wünschen, Theologie sollte eine stärkere Stimme Ergreifen in unserem demokratischen Prozess, oder sprechen wir nicht von der Theologie und Kirche.
00:18:28: Sollten die kirchlichen Positionen stärker in unseren Prozessen deutlicher werden?
00:18:33: Oder würde es so sagen... ...Kirche sollte sich mehr um ihr eigenes Geschäft kümmern, saloppgesagt und sich raushalten aus der Politik?
00:18:42: Ich finde das ein wichtiger Punkt, weil das ja auch die Frage stellt.
00:18:45: Inwiefern theologisiert vielleicht ist die Kirche in der Welt oder nicht?
00:18:50: Und ich sage Wir als Kirche, wir sind auch alle irgendwo Kirche ... müssen uns natürlich einmischen.
00:18:57: Wir können das Feld nicht überlassen und sollen nicht in der Dunkelheit sein.
00:19:00: Und um weiterzugehen, um zur Frage zu kommen im Prozess sehe ich da auch die Kirche.
00:19:06: Ich sag aber für uns ist vielleicht die Forschung so zentral, dass sie den Prozess quasi mittel oder vom Endpunkt her denken, dass die Kirchen dann mit dem Stab irgendwo klopft und sagt, hört, hört!
00:19:19: So sieht das die Kirch.
00:19:21: Mhm.
00:19:22: Ein Buch gelesen, als Student kaum zu glauben.
00:19:25: Von Hahnemund Rosa.
00:19:27: Religion braucht ... Demokratie braucht Religion.
00:19:31: Dort wird der Gesichtspunkt vielleicht beschrieben, dass die Kirche eigentlich eine Aufgabe hat, die heutzutage fehlt und das ist ein Resonanzraum zu bilden, wo Menschen verschiedener Kulör zusammenkommen, verschiedene Ränge, verschiedene Stände kommen zusammen und einigen sich auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner.
00:19:54: Einigen sich, auf ein gemeinsames Wertesystem ... Auf ein gemeinsamer Weltbild-Menschenbild im Zweifel was natürlich auch sehr facettenreich ist das wissen wir alle die in der Kirche sind ja dass wir hier nicht alle so gleich denken.
00:20:09: und dennoch ist es dieser Resonanzraum, dass wir überhaupt zusammenkommen.
00:20:13: Und wenn wir darüber sprechen, dass wie als Gesellschaft polarisiert sind Dass die Nachbarn untereinander sich nicht mehr vertrauen Ja, dass wir das Gefühl haben.
00:20:23: Nicht nur das Gefühl, die Statistiken jetzt auch beweisen.
00:20:26: Das Einsamkeit herrscht!
00:20:27: Das Misstrauen aufkommen?
00:20:29: Dann ist es vielleicht einfach nur Indiz dafür... ...dass die Kirche ihre eigentliche Rolle an Beginn dieses Prozesses nicht erfüllt hat.
00:20:40: oder do dadurch, dass wie jetzt Sikularer werden als Land ja dass da dieser Raum fehlt, dieser Ressonanzraum.
00:20:48: Wo wir aufeinandertreffen alle zusammen und nicht jeder in seiner Blase.
00:20:51: Und das ist eigentlich ein wichtiger Bestandteil der Kirche in diesem Prozess.
00:20:58: Das ist ja ein spannender Gedanke, dass so gesehen die einzelne Kirchengemeinde quasi die Keimzelle des demokratischen Prozesses ist.
00:21:06: Und vielleicht da die Verbundenheit schafft ... In einer polarisierten Stimmung einzelnen Meinungen im demokratischen Prozess nicht mehr schaffen.
00:21:15: Da würde ich ja fast überlegen, ob dann in einem Land wo der Bevölkerungsanteil mehrheitlich religiöses, demokratischer wäre als in einem land wo er sekular ist?
00:21:29: Aber das glaube ich dieser Test würde nicht überall zutreffen.
00:21:32: aber das wäre vielleicht ein anderer Gedanke, obwohl meine Gedanken... Gerade weitergehen.
00:21:37: Ich würde gerne noch über eine andere Funktion sprechen, eine Aufgabe die du wahrgenommen hast.
00:21:43: Du bist zugleich der Referent für Kriegsdienstverweigerung Der Freikirche der siebenen Tagsadventisten.
00:21:50: Das ist ja auch ein sehr konkretes politisches Eine politische Fragestellung Welche Aufgaben sind denn damit verbunden?
00:22:01: Also, muss ich sagen.
00:22:02: Ich genieße das in dieser Aufgabe zu Seilen ja auch als Reparatzeit an dem Moment dort eine gewisse Pionierarbeit wahrzunehmen.
00:22:09: Denn ... ich hatte auf jeden Fall Vollgänger, Holger Thäubert beispielsweise der wirklich tolle und langjährig sehr stabile Arbeit geleistet hat.
00:22:18: Ich finde mich jetzt aber bei einer Position wieder wo wir drüber reden müssen dass das Thema Werpflicht wieder auf den Tisch kommt im Sinne von Dass sich zukünftig Jugendliche in einer ganz anderen Größenordnung, sich mit der Frage konfrontieren müssen.
00:22:33: Gehe ich zur Bundeswehr oder nicht?
00:22:35: Habe ich mit meinem Gewissen da ein Problem mit ... Mit der Waffe zu kämpfen oder halt nicht?
00:22:41: Und insofern habe ich deine Pionierarbeit, dass wir gerade versuchen einen Netzwerk aufzubauen im Sinne von das wir durch auch ökumenische Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft für ... Nee, in der evangelischen Arbeitsgemeinstadt für Kriegsdienstverweigerung dort Zugang zu Ressourcen haben, konkret... ...zu einem online Weiterbildungsplattform.
00:23:06: Wo man sich viele seine Videos da anguckt um dort in der Thematik einfach tiefer einzufinden und das ist für uns eigentlich ein Weg dass wir sagen können Wir können diese Kompetenz im Umgang mit diesen Fragen in die Fläche streuen Und da ist es angedacht, dass wir das in den Vereinigungen so haben, dass dort eine gewisse Anzahl an Leuten sind, die diese Weiterbildung gemacht haben.
00:23:29: Die dort Berater sein können.
00:23:32: in dieser Gewissensfindung, in dieser Bewissensberatung.
00:23:35: Dass wir unsere Jugendlichen neben nicht alleine lassen.
00:23:38: und darüber hinaus werden noch Angebote geschaffen mit Bananen beispielsweise wo wir einfach auch ins Stadtbild treten wollen.
00:23:46: Wo wir ein bisschen Entstellung beziehen können.
00:23:48: Wir haben eine gewisse Auswahl, dass die einzelnen Gemeinden sich da entscheiden können wie welche Facette sie da auftreten wollen.
00:23:57: Und ... dort gibt's auch ein QR-Code, der zu einer Internetseite führt, wo alles erklärt wird.
00:24:02: Multimedial!
00:24:03: Also meine Vorstellung ist, dass wir quasi diesen Zeitpunkt nutzten.
00:24:08: Die Jugendlichen werden achtzehn und beschäftigen sich mit ihm gewissen mit der Frage wie ich gehe damit um?
00:24:13: Mhm.
00:24:14: Und ... ne, da kommen wir jetzt von einem zum anderen.
00:24:20: Wir haben ja auch noch mal eine Verantwortung in diesem Staat.
00:24:25: Und wenn es nicht die Bundeswehr ist, ist das in meinen Augen schon angemessen.
00:24:28: Wenn diese Verantwortung auf andere Weise deutlich wird wie früher beispielsweise im Zivildienst war und deswegen ist auch angedacht dass wir dort mal zusammentragen was wir an Einsatzstellen, Einsatzmöglichkeiten haben In unserer adventistischen Welt um auch so eine Übersicht zu geben Dass wir quasi Jugendlichen begleiten können von einer Gewissensfrage bis hin zur Entscheidung okay sollte sich der Jugendliche entschieden haben.
00:24:57: Ich möchte vor meinem Recht, der Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen dort direkt gleich einen Ansatzpunkt zu geben wie das aussehen kann.
00:25:06: Danke für den Einblick in die verschiedenen Facetten deiner Tätigkeit.
00:25:10: du hast gesagt einerseits Die individuelle Begleitung in den Fragen wo denen die einzelnen Person steht andererseits auch eine Außenwirksamkeit.
00:25:18: Was ist denn da der Fokus deines Referats?
00:25:23: Oder siehst du da die Aufgabe auch in die Gesellschaft hineinzuwirken und eine klare christliche Haltung, so es sie gibt zu bezeugen?
00:25:31: Beispielsweise pointiert gesagt der Dienst an der Waffe darf im Namen Gottes nicht sein.
00:25:37: Hier stehen wir.
00:25:39: oder würdest du so hingehen dass du sagst das kann eine Kirche nicht entscheiden?
00:25:44: Sie kannst auf Fragen andeuten und Perspektiven eröffnen zur Reflexion anbieten aber die Entscheidung muss die jeweils der Einzelne für sich finden und du begleitest ihn dabei oder deine Arbeit begleitet.
00:25:58: in welche Richtung geht da so deine Tätigkeit?
00:26:01: Ich beginn mal mit der Arbeit.
00:26:05: Für mich ist der Punkt, dass wir erst einmal überhaupt die Ressourcen auf den Tisch bringen, das wir dem Menschen bedienen können weil wenn die Frage aufkommt dann weiß ich ganz schnell, wenn viele Anfragen kommen würden, dass ich alleine überlastet wäre Ja?
00:26:21: Deswegen ist erst mal der Ansatzpunkt aufzubauen, dass wir überhaupt mit den Leuten ins Gespräch kommen.
00:26:27: Und das ist der Punkt!
00:26:28: Ich finde es ist wichtig, dass in's Gespräch kommt ... Ähm ... Punkt.
00:26:33: Ich sage die Kirche hat auch die Aufgabe als Institution sich diese Positionen zu leisten.
00:26:41: Dass wir sagen, wir setzen uns für Frieden ein.
00:26:46: So... Auf der anderen Seite sehe ich aber auch weil wir bei christliche Friedensethik sprechen, dass es da eine gewisse Spannungsfeld gibt.
00:26:54: Dass jeder von uns merkt spätestens nachdem der ukrainekrieg losgegangen ist ja das wir natürlich wissen was in den zehn geboten steht.
00:27:02: Wir wissen auch was in der berg prädigt gesagt wird und wir wissen auch auf der anderen seite wie es in römer dreizehn beschrieben ist dass wir halt auch eine verantwortung gegenüber dem staat
00:27:11: hat.
00:27:12: so gehen die theoretischen perspektiven weit auseinander dieser frage
00:27:15: und ich glaube dass wir gut beraten werden.
00:27:19: Uns nicht dieser Versuchung hinzugeben, dass wir vereinfachen sind stattdessen in einer Klarheit auffassen, dass es quasi diese zwei Pole gibt und das die Gewissensfindungen gerade zwischen diesen beiden Polen da steht.
00:27:32: Dass wir sagen natürlich unterstützt mir das grade in den Zeiten wo auch vielleicht viel Krieg polarisiert wird.
00:27:40: Dass sie uns zu diesen Leuten stellen, die sagen okay ich möchte trotz allem unrecht was hier passiert Und trotz all der Versuchung vielleicht, das selbst in die Hand zu nehmen und auch zu dienen in der Bundeswehr.
00:27:52: Zu sagen ... wir unterstützen auch diejenigen, die sich für den Frieden entscheiden.
00:27:58: Also auch die Unterstützung für diejenigen?
00:27:59: Die eine Position haben, die sie dann in der Minderheits-Meinung befinden?
00:28:03: Genau,
00:28:03: gesellschaftlich gesehen ist es ja so.
00:28:04: In der Küche mag das anders aussehen.
00:28:07: Da ist halt auch für uns das springende Punkt.
00:28:08: Ich mein, es liegt jetzt nicht nur daran, dass wir viele auch Kirchenmitglieder haben, Vielleicht auch noch mal eine ganz andere Bezugspunkt als wir haben zur Thematik.
00:28:19: Dass es sich einfach für uns gehört, wenn wir das ernst meinen und sagen, es bleibt Gewissensentscheidung, dass wir's auch aushalten.
00:28:27: Wenn Leute das gebrauchen in der Art und Weise wie wir es vielleicht nicht erwarten.
00:28:33: Stellen wir uns vor ... Uns hört gerade jemand, der siebzehn ist und weiß, er wird bald den Fragebogen der Bundeswehr bekommen.
00:28:40: Was würdest du jemandem raten?
00:28:42: Hast Du einen Tipp für diejenigen, die gerade dann sich mit diesem Papier auseinandersetzen dürfen.
00:28:48: Malraschakt wer denkt drüber nach!
00:28:50: Beschäftige Dich wirklich damit weil das eine folgenreiche Entscheidung ist denn in dem Moment wo du kriegst Dienstverweigerst ist es mehr oder minder automatisch dass du dich damit auch verpflichtest Sozialdienst zu leisten.
00:29:06: wenn's denn so weit ist mit der Wehrpflicht auf deiner Seite Wenn du dich dafür entscheiden solltest zu dienen, hörst du danach zur Reserve.
00:29:17: Und als Reservist hast du auch Verantwortung und Pflichten über deinen Zeitbestand hinausgehen.
00:29:23: Also ja, denk drüber nach!
00:29:25: Bitte drüber.
00:29:26: so gehen's Gespräch mit Leuten die du vertraust.
00:29:29: Das ist ein Meinung du schätzt.
00:29:31: Und im Zweifel kannst ich natürlich auch wählen.
00:29:34: Wie könnte das jemand machen?
00:29:36: Per Mail.
00:29:37: Per Mail?
00:29:38: Es gibt eine Internetseite, die besagt der Internetseiten.
00:29:41: Adventisten slash KTV.
00:29:43: Mhm.
00:29:44: Kriegsinserweigerung für Kriegs-Inzerweigerungen.
00:29:47: Danke!
00:29:49: Jetzt haben wir über Krieg und Frieden gesprochen und politisches Engagement.
00:29:52: und das langwierig ist.
00:29:54: du wirkst unglaublich motiviert.
00:29:57: was gibt dir Hoffnung für den Tag morgen?
00:30:00: Was gibt mir Hoffnung?
00:30:01: ja also ich muss da an zwei Sachen denken.
00:30:06: Ich musste einerseits dran denken.
00:30:09: Meine Oma, ja?
00:30:11: Die hat meiner Mutter immer gesagt ... Ja, ihr aufrecht hätt ihr Kopf grade, du bist ein Königskind!
00:30:17: Und für mich ist das einfach diese Zuversicht, dass Gott mit uns ist.
00:30:21: Wir bleiben Königskind, egal.
00:30:24: Na ja, kommen wir was volle.
00:30:25: Das kann uns keiner nehmen und das ist absoluter Grund für Zufersicht.
00:30:30: Egal, was passiert.
00:30:31: Und quasi im nächsten Gedanken ist, dass uns das vielleicht auch Rückhalt gibt, dass wir in eine Beständigkeit hineindenken.
00:30:40: Dass wir sagen
00:30:41: auch
00:30:42: wenn Unrecht kommt, auch wenn Gelogen wird, auch weil Massen verführt werden das die Werte unseres Glaubens, ja?
00:30:51: Die Werte hinter denen wir stehen überdauern.
00:30:57: Das haben wir in der Vergangenheit gesehen und deswegen können wir mit einer Gelassenheit sagen, dass diese ... Auch wenn die Wahrheit begraben wird, dass sie keine Angst vom Tod haben braucht.
00:31:07: Danke dir, Johannes für den Einblick in dein Engagement.
00:31:11: Deine Gedanken und deine Tätigkeit.
00:31:13: Danke fürs Gespräch!
00:31:16: Weitgedacht – eine Podcastkooperation von der Freikirche der siebenten Tagsadventisten in Berlin-Mittl.
00:31:22: Deutschland und der Theologischen Hochschule Friedensau.
00:31:26: Alle Folgen dieser Reihe sind überall zu hören wo es Podcasts gibt.
00:31:31: Informationen zum Podcast findest du in den Show notes.
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